Kirchliches Leben im Eggetal nach Umbau in barrierefreien Räumen – Tag der offenen Tür zur Einweihung.

Neues Dach, neue Heizung, neuer Anstrich und nur noch halb so groß wie vorher: Nach zweijähriger Vorbereitung und einem Jahr Bauzeit ist das umgebaute und renovierte Albert-Schweitzer-Haus am Samstag offiziell eingeweiht worden.

 

Einweihung Gemeindehaus 1 Eggetal 2016

Das Presbyterium der Kirchengemeinde hatte zum Tag der offenen Tür ins Albert-Schweitzer-Haus eingeladen: (von links) Karola Grobstich, Mira Löber, Holger Petersmann, Cornelia Bussmann, Sabina Schlüter, Tanja Jungemeier, Christian von Haugwitz. Fotos: Cornelia Müller

 

Am Tag der offenen Tür machten viele Eggetaler von der Möglichkeit Gebrauch, sich ausführlich in allen Räumen umzusehen – vom Jugendraum bis zum Gemeindebüro. Den ganzen Nachmittag über herrschte ein Kommen und Gehen, und die etwa 50 Plätze in der Kaffeestube, die im Gruppenraum eingerichtet worden war, blieben nie lange unbesetzt.

Der Umbau des Gemeindehauses war zu Anfang nicht unumstritten. Inzwischen scheint er aber große Zustimmung bei den Eggetalern zu finden: »Ich habe von ganz vielen gehört, dass sie froh sind, dass das Gemeindehaus noch da ist und genutzt werden kann«, berichtet Pfarrerin Hilke Vollert. In seiner alten Gestalt sei das Albert-Schweitzer-Haus für die Gemeinde nicht mehr zu tragen gewesen. Es sei überdimensioniert und wegen seines ungedämmten Saals in der Unterhaltung viel zu teuer gewesen. »Das war immer eine Horrornachricht, wenn es hieß: Das Gemeindehaus ist kalt. Das Öl ist alle.« Auf der Suche nach einer Alternative habe man alle möglichen Lösungen diskutiert, vom Anmieten anderer Räume bis zum kompletten Neubau. »Aus verschiedenen Gründen kam das alles nicht in Frage und wir haben uns für diese Lösung entschieden«, sagt Pfarrerin Vollert.

Einweihung Gemeindehaus 2 Eggetal 2016Einweihung Gemeindehaus 3 Eggetal 2016

 

Bild links: Mit Kaffee und Kuchen haben die Eggetaler den fertiggestellten Umbau ihres Gemeindehauses gefeiert.  Bild rechts: Für Hilde Siee war der Rundgang durch das umgebaute Albert-Schweitzer-Haus ein ganz besonderes Erlebnis. Sie war viele Jahre lang Küsterin der Kirchengemeinde und kann sich noch gut an die Einweihung des Albert-Schweitzer-Hauses im Jahr 1970 – damals noch unter Pfarrer Kurth – erinnern. »Man muss sich schon ein wenig umgewöhnen«, lautete ihr Kommentar, als sie sich die neuen Räume anschaute.


Die Gebäudehälfte, in der der große Saal untergebracht war, wurde abgerissen, die andere Hälfte, der ehemalige Jugendtrakt, so umgebaut, dass er jetzt barrierefrei zugängig ist und allen Gruppen der Gemeinde ausreichend Platz bietet. »Das ist wirklich schön geworden. Das Haus sieht von außen super aus und ist innen gemütlich und vielseitig nutzbar«, findet Presbyterin Tanja Jungemeier. Kinder- und Jugendgruppen, die Konfirmanden, der Albert-Schweitzer-Kreis, der Posaunenchor, eine Gruppe der Gröchtenhütte und das Café International treffen sich regelmäßig im Gemeindehaus.

»Für uns ist das Albert-Schweitzer-Haus in seiner neuen Form optimal«, betont Karla Krug, die hier einmal im Monat ein Frauenfrühstück organisiert. »Wir kommen uns hier nicht mehr so verloren vor wie im alten Saal. Die Atmosphäre im Gruppenraum ist viel familiärer.« Bei Edith Wobig dagegen ist noch ein bisschen Wehmut mit im Spiel: »Mir hat es leid getan, dass der große Saal abgerissen wurde«, gibt sie zu.