Einweihung der Westempore in St. Ulricus erfolgt passend zum Entedankfest

„Zur Ehre Gottes und zur Vergrößerung der Kirche, im Monat Mai im Jahre 1684“. So steht es ins Holz der Empore der St Ulricus-Kirche geschnitzt. Und diese Vergrößerung der Kirche wurde von der Gemeinde am Erntedank-Sonntag gerne in Anspruch genommen. Ohne diese zusätzlichen Plätze wäre es sehr eng in den Bänken der mittlerweile sehr schön restaurierten kleinen Kirche aus dem 11. Jahrhundert geworden.

Nach dreieinhalb jähriger Renovierung war die St. Ulricus Kirche am 27. April 2008 feierlich wieder eröffnet worden. Mit der Einweihung der Westempore ist nun ein weiterer Teil fertiggestellt. Mit einem Familiengottesdienst, den Pfarrer i.R. Friedrich-Wilhelm Beckmann in seiner unverwechselbaren Art leitete, wurde am Sonntag das Erntedankfest gefeiert. Dazu waren die Kindergartenkinder mit Körben voller landwirtschaftlicher Erzeugnisse feierlich in St. Ulricus eingezogen.

Westempore in der St. Ulricus Kirche

Gute Aussicht. Mit der neuen Westempore ist das Platzangebot großzügiger geworden.
Auch Chöre und Musikgruppen haben nun einen würdigen Platz in St. Ulricus.

Mit ihrem Lied „Danke für diesen guten Morgen“ brachten die Kinder das Thema des Tages musikalisch auf den Punkt. Pfarrer Beckmann sprach seinen Dank an alle aus, die bei der Renovierung der Kirche geholfen hatten. Gleichzeitig bat er auch weiterhin um Unterstützung, da als nächstes einige Arbeiten an der Orgel anstehen. „Mit der Renovierung der Westempore haben unsere Chöre und Musikgruppen endlich einen würdigen Platz zur Mitwirkung im Gottesdienst“, freute sich der Pfarrer.

Die St. Ulricus Kirche und Pfarrer Beckmann gehören zusammen. Im April wurde Pfarrer Beckmann in einem feierlichen Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet. Natürlich in der St. Ulricus Kirche, für deren Instandsetzung er sich während seiner Dienstzeit über viele Jahre zielstrebig einsetzte. Deshalb war Beckmann sehr glücklich, dass er die Einweihung der Westempore durchführen konnte.

Zum Abendmahl haben es die Gläubigen allerdings etwas weiter. Sie müssen von der Empore aus erst die Kirche durch den gesonderten Ausgang verlassen, um dann durch den Haupteingang ihren Weg zum Altar zu finden. Doch von oben ist ein Großteil der Kirche gut zu überblicken. Deshalb werden die Plätze bei den Krippenspielen wohl besonders gerne genutzt werden. „Die neue Westempore ist eine schöne Bereicherung für unsere Kirche“, sind sich die Börninghauser einig.

Quelle: Neue Westfälische