• Kirchengemeinde
    EV.-LUTH. KIRCHENGEMEINDE BÖRNINGHAUSEN
    Kirche und Gemeinde gehören zum Kirchenkreis Lübbecke der Evangelischen Kirche von Westfalen.
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Gottesdienst

  • Am 1. und 3. und 5. Sonntag im Monat um 10.00 Uhr in Börninghausen
  • Am 2. und 4. Sonntag Gottesdienst um 10.00 Uhr in Bad Holzhausen.
  • Am Vorabend des 4. Sonntag im Monat, Samstags um 18.00 Uhr.
  • Informationen zu Gottesdiensten und Veranstaltungen sowie zum Presbyterium finden Sie hier: http://www.evangelisch-am-limberg.de/

Gemeindebüro

An der Kirche 11
32361 Pr. Oldendorf
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Frust im Eggetal nach Ratsvotum zur Schulschließung / Kritik auch an Aufschub des Themas.

Sie hatten Protestplakate gemalt und mehr als 1.000 Unterschriften gesammelt. Enttäuscht zogen die zahlreichen Eggetaler, die für den Erhalt ihrer Grundschule für ein weiteres Schuljahr gekämpft hatten nach der Abstimmung in der Ratssitzung von dannen. Mit 15 Stimmen hatte der Rat Pr. Oldendorf am Mittwochabend den Weg frei gemacht für eine Schließung des Schulstandortes zum Sommer 2015. Doch die Eltern wollen sich nicht geschlagen geben.

grundschule 060315

Bei der Abstimmung: 15 Ratsmitglieder lehnten den Antrag von Mike Schwarz ab
die Grundschule Börninghausen noch für ein weiteres Jahr zu erhalten. Einige Eggetaler in den Zuhörerreihen (hinten links und Mitte) standen auf, um genauer sehen zu können, welcher Mandatsträger für eine Schließung schon zum Sommer votiert. 
Ausdrucks des Protests: Kinder und Eltern aus dem Eggetal hatten Plakate mit in die Ratssitzung gebracht.
Fotos: Sandra spieker

 

Insgesamt 1.170 Unterschriften hatte Mike Schwarz für den Erhalt der Schule im Schuljahr 2015/16 gesammelt und in der Sitzung Bürgermeister Marko Steiner übergeben. "Das sind mehr Menschen als Wähler bei der letzten Kommunalwahl im Eggetal", sagt er. Mit Verweis auf die Argumentation der Verwaltung, dass bei einer Bildung von zwei Klassen in Pr. Oldendorf fünf Kinder übrig blieben, die dann verteilt werden müssen, fragte Schwarz: "Sind fünf Pr. Oldendorfer Kinder mehr wert als 17 Börninghauser Kinder?". Er erinnerte daran, dass bei einer Schließung der Bustransport der Kinder viel Geld koste und ein leer stehendes Gebäude ebenfalls. Applaus brandete immer wieder auf.

Mit dem Zusatz, dass ein interfraktioneller Arbeitskreis über die Schulsituation der Stadt im Hinblick auf alle Standorte beraten soll, ebnete der Rat wie berichtet mit 15 Stimmen den Weg für die Schließung der Grundschule zum Sommer. Hannelore Lösche, Martin Schiegnitz (Grüne), Willi Wilking (UEB), Pierre Arndt (CDU), Martin Frommberger und Uwe Ramsberg (beide SPD) stimmten dagegen.

Man rede darüber, ob die Stadt vielleicht in den Nothaushalt rutsche, aber überall werde Geld ausgegeben, kritisierte Ramsberg. Spätestens seit 2014 sei klar gewesen, dass über eine Schließung der Schule gesprochen werden muss. "Die Verwaltung hätte die Entscheidung einfacher gehabt, wenn man früher mit Bürgern gesprochen hätte", so Ramsberg.

Rolf-Dieter Schütte (CDU) merkte an, dass es auch jetzt schon Eltern gebe, die ihre Kinder nicht zur Grundschule nach Börninghausen schickten und so auch das Problem der schwindenden Schülerzahlen entstehe. Er enthielt sich der Stimme.

Hannelore Lösche und Martin Schiegnitz (Grüne) plädierten dafür, den Eltern mehr Zeit zu geben für die Suche nach einem freien Träger. Schiegnitz: "Sie kümmern sich, diese Chance sollten wir ihnen geben". Willi Wilking (UEB) wetterte, er habe kein Verständnis dafür, dass für die Dorfentwicklung viel Geld ausgegeben werden und dann ein "Winterschlussverkauf" im Eggetal vonstatten gehe. Bernd Lömker (UEB) merkte an, dass man die Anzahl der von einer Schließung Betroffenen nur erhöhen würde, wenn die Schule noch ein Jahr bestehen bliebe.

Er könne jedes Ratsmitglied aus Börninghausen verstehen, wenn es sich enthielte, sagte Heiko Stashelm (FWG), "aber wir müssen jetzt einen Schnitt machen angesichts der Zahlen". Es sei nicht richtig, Eltern noch Hoffnung zu machen.

Oberstes Zeil müsse sein, alle Unsicherheiten für Kinder beiseite zu schaffen und ein langfristiges Schulkonzept zu entwickeln, erklärte Holger Petersmann (UEB). Er enthielt sich der Stimme.

"Wir geben nicht auf", sagte Mike Schwarz nach der Sitzung. Nach wie vor sei man mit freien Trägern in Verhandlungen und habe das Ziel weiter vor Augen, eine Schule im Eggetal gründen zu können.

Wütend sei man vor allem, dass das Thema Schulschließung auf die lange Bank geschoben und nicht von Anfang an klar mit der Dorfgemeinschaft gesprochen wurde, sagte Jürgen Nenneker von "Wir im Eggetal" im Anschluss an die Ratssitzung. Auch das Thema jahrgangsübergreifender Unterricht sei nie wirklich in Betracht gezogen worden. Die Schließung der Schule wirke sich noch auf viele andere Aspekte aus - wie etwa die Turnhalle. Hier trainiere der SV Eggetal, der mehr als 700 Mitglieder hat. "Was uns wundert, ist, dass die Stadt noch vor kurzer Zeit für das Dorfentwicklungskonzept viele Geld ausgegeben hat und jetzt einfach den Stöpsel zieht", so Nenneker.


 

Zwischenruf: Nach vorn schauen. Sandra Spieker

Jetzt sollte es so sein, als wenn man ein Pflaster abreißt: Schnell und mit so wenig Schmerzen wie möglich. Doch das funktioniert bei einer Schulschließung offenbar nicht. Das Thema ist zu emotional. Schließlich geht es um die Zukunft eines ganzen Ortes. Einen, in dem es eine Menge Bürger gibt, die sich engagieren.

Den einen Schuldigen gibt es für die jetzige Entwicklung sicherlich nicht. Aber viele haben es in der Vergangenheit verpasst, sich mit dem Thema Schulschließung richtig auseinanderzusetzen - obwohl es für jedermann sichtbar auf dem Tisch lag.

Schon bei der zwangsweisen Zusammenführung beider Schulen im Grundschulverbund 2007 hat sich abgezeichnet, dass die Schülerzahlen in Börninghausen nicht ewig reichen werden. Doch Alternativen wurden kaum diskutiert. Auch nicht, als das erste Mal keine Eingangsklasse gebildet werden konnte. Stattdessen war man froh über die neue Regelung, die die Schülermindestzahl für die Bildung einer Eingangsklasse senkte.

Das Ziel, einen freien Träger für einen Weiterbetrieb einer Schule zu finden, der auch noch bezahlbar ist, erscheint sehr ehrgeizig. Und wird heute sicherlich nicht einfacher. Aber jetzt muss es heißen, nach vorn zu schauen und nicht mehr an die Pflasterschmerzen zu denken - so schwer es auch fällt.


 

Kommentar: "Man wartet, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist". Rüdiger Osterhoff

"Warum stehen, wenn es um Schließungen und Kürzungen geht, z. B. die Kanaldörfer oder das Eggetal immer an erster Stelle? Diese Frage drängt sich jemandem auf, der seit vielen Jahren die Oldendorfer Strukturen beobachtet. Des Weiteren: Warum sitzen ein Schulausschussvorsitzender und sein Stellvertreter bei den Ausführungen von Herrn Steiner völlig versteinert da? Warum kann man in Pr. Oldendorf weder im Rat, noch in der Verwaltung über den Tellerrand hinwegschauen? Antwort: Der Versuch wird gar nicht erst unternommen. Man wartet immer so lange bis das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Deshalb einige Überlegungen, wie es besser funktionieren könnte: Es erscheint doch denkbar, dass für Pr. Oldendorf ein Konzept entwickelt wird, welches sich Grundschulzentrum Eggetal nennt. Wenn man dann den Tellerrand überschreiten würde, könnte man doch bestimmt zu der Überzeugung kommen, die Grundschule Pr. Oldendorf inklusive Lehrschwimmbecken und Turnhalle abzureißen. Die frei werdende Fläche, ließe sich sicherlich der Edeka gut verkaufen und mit den Überschüssen könnte man dem Oldendorfer Sport- und Turnverein einen neuen Sportplatz am Sportzentrum bauen. Bei genauer Betrachtung lässt sich nämlich feststellen, dass die Entfernung nach Pr. Oldendorf in das Eggetal genauso weit ist, wie umgekehrt. Der Lehrkörper unterrichtet eh gerne, wie an anderer Stelle vermittelt wurde, in Schulcontainern. Somit könnte für die Übergangsphase auch im Eggetal in Schulcontainern unterricht werden.

Wenn nun dieser erste Schritt gegangen worden wäre, ließe sich auf absehbare Sicht die Grundschule in Holzhausen abreißen, inklusive der Turnhalle, damit auch in Holzhausen weiteren großzügigen Planungen eine entsprechende Fläche zur Verfügung gestellt werden kann. Es ergeben sich eine Vielzahl von Vorteilen daraus, die da lauten: Wenn alle grundschulpflichtigen Kinder an einem Platz versammelt sind, wo vor allem auch keine Supermärkte mehr sind, kann es auch keine Verführungen der Kinder hinsichtlich der Zahnschäden geben, da Süßigkeitenkuren durch nicht vorhanden sein eines Supermarktes unmöglich sind.

Weiter könnte im Eggetal eine große Zweifachturnhalle gebaut werden, da die Fläche durchaus vorhanden ist. Die Verantwortlichen des Börninghauser Sportvereins haben schon in der Vergangenheit bewiesen, dass sie auch Planungen beherrschen. Somit könnte die Stadt entlastet und die Verwaltung dieser Turnhalle den Eggetalern überlassen werden.

Da sich jetzt einige geneigte Leser die Frage stellen werden, warum jemand auf diese Idee kommt, so kann ich nur antworten, wenn das Gemeindeprüfungsamt Schließungen empfiehlt und nicht Durchführung von Bauvorhaben, siehe Jugendzentrum und Mensa der Sekundarschule, dann muss es in Pr. Oldendorf Geldquellen geben, von denen wir Bürger nichts wissen und diese müssen nunmehr nach Jahrzehnten der Vernachlässigung aus meiner Sicht dem Eggetal zur Verfügung gestellt werden.

Denn ganz offensichtlich ist vielen Leuten nicht klar was passiert, wenn die Grundschule geschlossen wird. In der Folge wird man Mittel und Wege finden, die Turnhalle abzureißen und der Kindergarten wird verschwinden. Ende einer Infrastruktur. In der Folge wird jemand auf die Idee kommen, dass die migrationswilligen Neubürger übergangsweise in der Grundschule und der Turnhalle untergebracht werden können und somit ist die Beerdigung der Eggetaler Infrastruktur in vollem Gange.

Das Favorisieren von etwas gegen viele, die sich nicht ausreichend wehren können, ist für mich das Widerwärtigste in der Kleinkariertheit, die man immer wieder erleben darf. Deshalb kann man auch nur immer wieder einigen Verwaltungs- und Ratsspitzen sagen: Löst euch endlich von Eifersüchteleien und beginnt ein anderes Denken und vor allen Dingen, verlasst die Kleinkariertheit, die im Rat am Beispiel Straßenabstützung aufgezeigt wurde, dauerhaft. Dann kann aus unserem schönen Oldendorf auch eine Menge werden."

 Dr. Rüdiger Osterhoff
 32361 Pr. Oldendorf

 

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