• Die Gemeinde
    BÖRNINGHAUSEN - BÜSCHERHEIDE - EININGHAUSEN
    Unser Zuhause ist das Eggetal.
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Du lebst wo Du Dich wohlfühlst.

Das Eggetal gehört zur Stadt Preußisch Oldendorf - eine Stadt mit Geschichte, eingebettet in der grünen Idylle des Wiehengebirges. Gelegen zwischen den alten Bischofsstädten Osnabrück und Minden im Norden Westfalens. Die landschaftlich reizvollen Orte und die Menschen machen das Eggetal so lebenswert. Ein breitgefächertes Vereinsleben belebt das gesellschaftliche Miteinander und fördert das Heimatbewusstsein der "Eggetaler".

Die Gemeinde

Grundschule soll offenbar Flüchtlingsunterkunft werden - genauer Zeitpunkt noch unklar.

AGrundschule Börninghausenm vergangenen Montag hatten sich ca. 25 eggetaler Bürger bei Grobstich's Sauna NEPTUN in Börninghausen-Masch versammelt. Sie waren einer Einladung der Dorfgemeinschaft WIR IM EGGETAL gefolgt, die alle Vereine und Institutionen im Tal in der vergangenen Woche kurzfristig per Mail erhalten hatten.

Hintergrund ist die aktuelle Flüchtlingssituation und die damit verbundenen Unterbringungsprobleme der Städte und Gemeinden, auch bei uns im Kreis Minden-Lübbecke.

"Angesichts der aktuellen Entwicklungen zur Flüchtlingssituation wird es immer wahrscheinlicher, dass auch bei uns im Eggetal in den nächsten Tagen oder Wochen Flüchtlinge untergebracht werden müssen" erklärt Sven Becker, zweiter Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, bei der Begrüßung der Vereinsvertreter.

"Es liegt nahe, dass diese Menschen dann im leerstehenden Grundschulgebäude untergebracht werden könnten. Der Platz würde möglicherweise für 30 bis 40 Personen reichen" so Becker weiter.

Um einen aktuellen Stand über die derzeitige Situation in Preußisch Oldendorf zu bekommen wurde auch der Betreuer für Asylbewerber Hans Werner Lang, Mitarbeiter der Stadtverwaltung,  eingeladen. Dieser konnte aber leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Ebenfalls eingeladen und auch anwesend waren Natascha Pieper vom Arbeitskreis ASYL PrO und Pfarrer Steffen Bäcker. "Damit wir nicht völlig unvorbereitet sind, wenn die Flüchtlinge eintreffen, haben wir Sie eingeladen, um gemeinsam mit uns zu überlegen wie wir mit der Situation angemessen umgehen", so Sven Becker.

 

Infoabend WIE Sept 2015

Vertreter der eggetaler Vereine und Institutionen sprachen mit Angehörigen des AK ASYL PrO über mögliche Hilfe und Ünterstützung für die erwarteten  Flüchtlinge. Foto: Matthias Wessel

 

Unter den Anwesenden war auch das eggetaler Ratsmitglied Holger Petersmann von der UEB. Er machte deutlich, dass er keinen offiziellen Auftrag durch den Rat der Stadt habe. "Als Eggetaler Bürger ist es mir wichtig, die weitere Entwicklung zu begleiten und um Verständnis für die Situation zu bitten." Petersmann erläuterte kurz die Zahl der Asylbewerber der vergangenen Jahre, die von 16 Personen im Jahr 2011 auf aktuell über 150 Flüchtlinge angestiegen sei. "Anhand dieser Zahlen und der täglichen Ankunft neuer Flüchtlinge im Stadtgebiet ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann wir auch im Eggetal Flüchtlinge beherbergen werden", sagt Petersmann deutlich.

"Der Bedarf für das Gebäude wird sicher über mehrere Jahre bestehen. Wir werden immer Gäste haben" so Petersmann weiter. Lilo Stollmann erinnerte daran, dass in den 90er Jahren schon einmal Flüchtlinge in der Schule untergebracht waren.

Auf die Frage was denn mit der Turnhalle passieren wird, erklärte das Ratsmitglied, dass es sicherlich sinnvoller wäre, diese zur Integration durch gemeinsame sportliche Aktivitäten zu nutzen als mit Betten oder ähnlichem zu belegen. "Wenn der Raumbedarf akut wird, dann müsste der Gebäudekomplex der Grundschule für eine Funktion als Übergangswohnheim hinsichtlich der Kochgelegenheiten und Sanitäranlagen ohnehin ergänzt oder erweitert werden."
Seitens der Stadt ist eine öffentliche Sitzung des Sozialausschusses geplant, um die Eggetaler Bürger über den aktuellen Stand zu informieren.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung berichtete Natascha Pieper von ihren Erfahrungen mit den Asylbewerbern. "Es handelt sich hier nicht um Bedürftige. Diese Leute sind mitten aus ihrem Leben gerissen worden. Sie hatten Arbeit, Besitz und Familie. Wichtig ist erstmal, dass diese Menschen Ruhe und etwas zu Essen haben, nachdem was sie bisher alles durchmachen mussten." macht Pieper deutlich.

Die Einbindung der Flüchtlinge in unsere Gesellschaft ist ebenfalls ein Punkt der eine große Rolle spielt. Unterstützung durch den SVE oder den ETC könnte hier beispielsweise so aussehen, dass die Gäste am Fußball-, Tischtennis- oder Tennistraining teilnehmen. Auch der Kindergarten könnte die Betreuung der Kinder organisieren. An dieser Stelle gab Frau Kleffmann, Leiterin des Familienzentrums zu bedenken, dass in der Einrichtung eigentlich schon alle Plätze belegt sind. Hier müsste die Stadt mit der AWO als Träger in Kontakt treten.

Auch Themen wie Sprachbarrieren und Umgang mit Konflikten wurden angesprochen. "Am besten ist es, wenn man einfach auf die Menschen zugeht" weiß Pieper. Hierzu haben interessierte Bürger jeden Mittwoch von 16-18 Uhr Gelegenheit. Im evangelischen Jungendzentrum in der Spiegelstraße 4 in Preußisch Oldendorf veranstaltet der Arbeitskreis ASYL PrO einen soziokulturellen Treff, der Raum und jedem die Möglichkeit bietet mit Asylbewerbern in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und zu erfahren woher sie kommen und welche Hilfe sie benötigen. "Ein solcher Treffpunkt wäre auch im Gemeindehaus in Börninghausen denkbar" regt Pfarrer Steffen Bäcker an.

"Wir freuen uns, dass dieser Infoaustausch so positiv aufgenommen wurde" resümiert Sven Becker.  "Das wird sicherlich eine große Aufgabe, die wir von der Dorfgemeinschaft und von Vereinen und Institutionen gerne bereit sind anzugehen."

 
 
INFO:
Am Freitag, den 25.09.2015 ab 17 Uhr wird der Sozialausschuss der Stadt Preußisch Oldendorf in der Turnhalle der Grundschule Börninghausen seine Sitzung für alle interessierten eggetaler Bürger hinsichtlich der Grundschule als Flüchtlingsunterkunft veranstalten.

 
 EINLADUNG
Einweihung Übergangswohnheim Sept 2015
 
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Heute ist der letzte Tag an der Grundschule Börninghausen – Inventar wird ausgeräumt.

An den Fenstern hängen Schilder und Buchstaben. Zu lesen sind Aussagen wie »Es war schön«, »Schade« und »Time to say Goodbye«. Mit diesen Worten nehmen die Kinder der Grundschule Börninghausen Abschied von ihrer Dorfschule. Sie schließt. Nicht nur für die Ferien. Sie schließt für immer.

 

2015 06 26 Tschüss KaiWessel

An den Händen ihrer Mutter Sibylle Kolax verlassen Jonah (links) und Isabella (rechts) die Grundschule. Ihre Stühle kommen mit. Foto Kai Wessels

 

Heute, am 26. Juli 2015, wird ein Kapitel Dorfgeschichte in Börninghausen geschlossen. Bis ins 18. Jahrhundert reicht die Geschichte der Schule zurück. Damals wurde der Schulmeister noch mit Eiern bezahlt. Eier gibt es noch genug in Börninghausen. Weil es aber an Kindern fehlt, hat der Rat der Stadt Preußisch Oldendorf trotz heftiger Proteste beschlossen, dass die Schule dicht gemacht wird.

Heute ist es nun soweit. Zur »Feier des Tages« hält Heidi Freudenstein, Leiterin des Grundschulverbundes Preußisch Oldendorf, eine Rede. Sie wird Lehrern, Eltern und Kindern für die gute Zusammenarbeit danken. Viele der Schüler und Schülerinnen werden nach den Ferien in Preußisch Oldendorf zur Schule gehen.
Vor diesem Wechsel müsse niemand Angst haben, sagt Heidi Freudenstein: »Die Kinder aus Börninghausen waren schon bei unserem großen Schulfest dabei und konnten sich alles ansehen.« Sie ist zuversichtlich, dass die Integration der 1e und 2e (das »e« steht für das Eggetal) gelingen wird.

Mit den Schülern wechseln auch die Börninghauser Lehrer nach Preußisch Oldendorf. Das soll ebenfalls dazu beitragen, den Wechsel zu erleichtern. Schon gestern war an normalen Unterricht in Börninghausen nicht mehr zu denken. Auf dem Stundenplan stand Kunst. Die Kinder durften ihre Stühle bemalen und mit nach Hause nehmen. Isabella (8) aus der 2e malte ein Blumenmotiv.

Genau dorthin, wo sonst ihre vier Buchstaben sitzen. »Der Stuhl kommt in mein Zimmer.« Dort wird sie der Stuhl immer an ihre Schulzeit in Börninghausen  erinnern. Es war eine schöne Zeit, wie Isabella und ihre Mutter Sibylle Kolax (40) sagen. »Hier war alles so klein und familiär. Das war schon etwas ganz Besonderes.«

Nicht nur die Stühle der Grundschule verschwinden. Heute werden die Kinder ihre Klassenräume auf- und leer räumen. »Es kommt ein Wagen vom Bauhof, der alles abtransportiert«, sagt Heidi Freudenstein. An den Unterrichts-Tischen haben bereits einige Eltern Interesse angemeldet. Sie sind gegen eine kleine Spende zu haben. Schlussverkauf im Eggetal.

Einige Fragen bleiben offen. Was mit den Tafeln passieren könnte, steht noch nicht fest. Noch völlig unklar ist, was mit dem Gebäude passiert. Der Heimat- und Verkehrsverein hat bei Bürgermeister Marko Steiner vorgesprochen. Eine konkrete Idee für eine Nachnutzung gibt es noch nicht. Dass das Gebäude in den nächsten Jahren ungenutzt im Dorfkern steht und langsam aber sicher verfällt, das will keiner in Börninghausen.

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Eggetaler verabschieden sich von ihrer Schule.

Der Förderverein der Grundschule Börninghausen hatte alle Eggetaler, ehemaligen Schüler und Lehrer eingeladen sich am Sonntag, den 14.Juni 2015 von der Schule zu verabschieden.
 
Anlass war die Schulschließung zum Ende diesen Schuljahres. Eigentlich eine Veranstaltung, zu der man dunkle Kleidung zum Zeichen der Trauer tragen müsste. Doch die Initiatoren waren sich einig, dass ein "Weisses Picknick" besser geeignet sei. "Wir möchten unsere Schule in guter Erinnerung behalten und wollten mit dieser Aktion zeigen, dass wir die Schule nicht einfach so sang und klanglos zumachen," erklärte Mitinitiatorin Ulrike Meier-Hohmann.
 
So sahen es dann auch viele andere Eggetaler und kamen um "Tschüss" zu sagen.
 

Weisses Picknick Grundschule EggetalCulleMüller 2015

Schüler, Lehrer, Ehemalige und Gäste kamen, um "Tschüss" zu sagen.   Foto: C.Müller

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Unsere Schule wird geschlossen – wir sagen Tschüss!

Wir müssen uns damit abfinden, dass Börninghausen bald keine eigene Grundschule mehr hat. Trotzdem sind wir nicht damit einverstanden, dass immer wieder kleine Schulen und kleine Dörfer die Zeche zahlen müssen. Und das möchten wir auch zeigen, und zwar mit einem

„Picknick in Weiß“ am Sonntag, 14. Juni ab 12.00 Uhr.

Jeder, der sich von unserer Schule verabschieden möchte, ist eingeladen, mit uns auf dem Schulhof zu picknicken.

Dabei gibt es nur zwei „Teilnahmebedingungen“:

  1. Wie bei jedem normalen Picknick bringt jeder Essen und Trinken (und was man sonst so braucht: Geschirr, Picknickdecke, eventuell Klappmöbel, Sonnenschirm ... ) selbst mit.
  2. Jeder Teilnehmer sollte möglichst viele weiße oder mindestens helle Kleidungsstücke  tragen.

Es gibt auch die Möglichkeit, sich die Räumlichkeiten noch einmal anzuschauen, bevor im Sommer das endgültige Aus für die Grundschule Börninghausen kommt.


 

Diner en blanc

Foto: Luc Legay (Wikipedia, Diner en blanc)
 http://commons.wikimedia.org/wiki/File:White_Diner_Paris_-_Diner_en_blanc_2012_(7375330096).jpg#/media/File:White_Diner_Paris_-_Diner_en_blanc_2012_(7375330096).jpg


Eine Bitte noch zum Schluss:

Nicht nur selbst kommen, sondern unbedingt auch weitersagen und andere einladen – Omas, Opas, Tanten, Onkel, Nachbarn, Freunde, Geschwister ... Je mehr „Picknicker“ da sind, desto besser.

Der Förderverein der Grundschule Börninghausen

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