• Die Gemeinde
    BÖRNINGHAUSEN - BÜSCHERHEIDE - EININGHAUSEN
    Unser Zuhause ist das Eggetal.
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Du lebst wo Du Dich wohlfühlst.

Das Eggetal gehört zur Stadt Preußisch Oldendorf - eine Stadt mit Geschichte, eingebettet in der grünen Idylle des Wiehengebirges. Gelegen zwischen den alten Bischofsstädten Osnabrück und Minden im Norden Westfalens. Die landschaftlich reizvollen Orte und die Menschen machen das Eggetal so lebenswert. Ein breitgefächertes Vereinsleben belebt das gesellschaftliche Miteinander und fördert das Heimatbewusstsein der "Eggetaler".

Die Gemeinde

HdB Maerz 2015

Das für das kommende Wochenede vorhergesagte, frühlingshafte Wetter lädt zu einem herrlichen Spaziergang durch das schöne Eggetal ein.

Eine gute Gelegenheit zum vorerst letzten Wintercafé in das Haus der Begegnung zu kommen und bei bei duftendem Kaffee und selbstgebackenen Torten der Landfrauen zu verweilen. Die "Kleine Kaffeedeele hat am kommenden Sonntag, den 13.März 2016 von 14:30 - 17:00 Uhr geöffnet.

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Limberg-Wissenschaftler beenden Untersuchung.

Drei Tage lang haben Wissenschaftler der RuhrUniversität Bochum Untersuchungen an der Schwedenschanze am Limberg vorgenommen (wir berichteten). Per Bodenradar hat das Team um Geophysikerin Elisaveta Sokolkova tiefere Erdschichten analysiert, um Hinweisen auf eine mögliche Burg aus dem 14. Jahrhundert nachzugehen. Gestern bestätigte der GeoTechniker Frank Bettenstedt gegenüber dieser Zeitung, dass die Geräte tatsächlich etwas entdeckt haben: »Wir sind auf eine ungewöhnliche Struktur gestoßen, die mehrere Meter lang ist. «Die rätselhafte Struktur liegt wenige Meter unterhalb einer Wiese, die unmittelbar an Waldrand und Schwedenschanze grenzt. Um was es sich dabei handelt und aus welchem Material die Struktur ist, konnte das Forscherteam am Donnerstag noch nicht sagen. Aufschluss könnten weitere Analysen im geophysikalischen Institut in Bochum geben, hieß es. Nach Auskunft von Elisaveta Sokolkova und der wissenschaftlichen Instituts-Mitarbeiterin Marieke Rempe, die sich für die große Unterstützung vor Ort bedankten, sei erst in einigen Wochen mit belastbaren Ergebnissen zu rechnen. Die Bedeutung der Schwedenschanze gehört zu den letzten ungelösten Fragen in der Geschichte des Limbergs. Der Limberg-Verein hatte die wissenschaftliche Erforschung schon vor einigen Jahren angeregt, um verlässlich zu klären, ob die Schanze einer Belagerung diente oder ob sie der Standort einer Burg war. Als gesichert gilt bislang nur, dass die Schwedenschanze nichts mit Skandinaviern zu tun hatte.

limberg forscher 2016

Elisaveta Solkolkova, Frank Bettenstedt und Marieke Rempe stehen auf einer Wiese an der Schwedenschanze. Genau an dieser Stelle ist das Bodenradar auf eine rätselhafte Struktur unter der Erde gestoßen. Foto: Kai Wessel

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Geologische Untersuchungen: Team der Ruhr-Universität Bochum will Licht ins Dunkel rund um die "Schwedenschanze" bringen. Experten vermuten, dass dort einst eine zweiteilige Burganlage stand.

Elisaveta Sokolkova schnallt sich das Radargerät um. Systematisch tastet sie sich durch das dichte Laub auf dem Waldboden. Gespannte Blicke folgen ihr. Gemeinsam mit ihren Kollegen, Wissenschaftlerin Marieke Rempe und dem technischen Angestellten Frank Bettenstedt versucht die Studentin der Ruhr-Universität Bochum eins der letzten Geheimnisse in Pr. Oldendorf zu lösen - das um die so genannte "Schwedenschanze".

 

raetsel schwedenschanze 1 2016

Mit dem Radargerät durch unwegsames Gelände: Drei Tage lang untersuchen (v. l.) Frank Bettenstedt, Elisaveta Sokolkova und Marieke Rempe die Erdwälle, die sich "Schwedenschanze" nennen. Mit den Skandinaviern haben die allerdings wenig zu tun.   Fotos: Tyler Larkin

 

"Viel Fantasie, wenig Wissen", so fasst Archäologe und Vorstandsmitglied im Limbergverein Otfried Ellger das Rätsel um den geschichtsträchtigen Limberg zusammen. Lässt sich beweisen, dass dort einst eine zweite Burg stand? Wie könnte sie ausgesehen haben? Ist sie womöglich älter als die Burg Limberg? Die geologischen Untersuchungen sollen etwas Licht in das Dickicht aus Fragen bringen. Die systematisch angeordneten Erdwälle im Wald lassen auf eine zweiteilige Burg schließen, erklärt Ellger. "Hier könnte ein Turm gewesen sein", sagt er und weist auf eine Erhebung hin. Welchen Sinn hatte eine zweite Burg unterhalb der Burg Limberg? Möglicherweise diente sie als Gegenburg zur Blockade der Burg Limberg, meint der Archäologe.

 

raetsel schwedenschanze 2 2016

Bild links: Weg mit den Ästen: Otfried Ellger hilft bei den Vorbereitungen.
Bild mitte: Ermitteln die GPS-Daten: Wissenschaftlerin Marieke Rempe (l.) und Studentin Elisaveta Sokolkova von der Ruhr-Universität Bochum.
Bild rechts: So könnte die Burg ausgesehen haben: Etwa 100 Meter lang und 50 Meter breit sind die Befestigungen, die auf der Karte verzeichnet sind.

 

Für Elisaveta Sokolkova ist das Thema Neuland - und besonders spannend. Die Untersuchungen fließen in ihre Bachelor-Arbeit in der experimentellen Geophysik ein. Drei Tage werden die Arbeiten dauern. In Bochum wird sie die Daten auswerten, mit Ergebnissen ist erst in einigen Wochen zu rechnen. Los ging es gestern mit dem Georadar, das eine Art Ultraschallbild wie beim Arzt erstellt. Dafür mussten herumliegende Äste vom Laubboden entfernt werden. Weiter geht es dann mit der Geoelektrik, mit der der Boden in bis zu zehn Metern Tiefe inspiziert werden kann. An solchen Untersuchungen sei er häufig beteiligt, erklärte Frank Bettenstedt. "Die haben aber meist keinen archäologischen Hintergrund."

Über die mittelalterliche Burg Limberg ist einiges bekannt, aber auch hier gibt es noch viele Fragezeichen. Auf dem Berg stehen umfangreiche Infotafeln über die Geschichte und die Baulichkeiten. Der Limbergturm, dessen Ruine noch heute über Pr. Oldendorf thront, ist nach dem Urteil von Fachleuten ein baugeschichtlich einzigartiger Bergfried. Der Baubeginn wird im 13. oder 14. Jahrhundert vermutet. Nachdem die Burg lange als Militärstützpunkt diente, war sie Sitz des Amtes Limberg, aus dem die Städte Bünde und Pr. Oldendorf sowie die Gemeinde Rödinghausen hervorgingen. Bedeutung über Grenzen hinaus hatte das Gogericht. Es war zuständig für Teile der Bistümer Minden und Osnabrück.

 

raetsel schwedenschanze 3 2016Auf einem der Wälle: (v. l.) Christian Streich (Geschäftsführer Limbergverein), Heinrich Fangmeyer (Touristikverein), Dieter Besserer (ehemals Stadtheimatpfleger), Frank Bettenstedt, Marieke Rempe (Ruhr-Uni Bochum), Archäologe Otfried Ellger, Uwe Ramsberg und Joachim Carls (Limbergverein).

 

Zur Schwedenschanze nördlich der Burgruine weist dagegen nur ein kleines gelbes Schild. 2012 hatte Vorstandsmitglied Joachim Carls dem Limbergverein erstmals vorgeschlagen, die Schwedenschanze untersuchen zu lassen. Ellger hatte den Kontakt nach Bochum hergestellt.

"Ich habe schon zig Archive durch", sagt der ehemalige Stadtheimatpfleger Dieter Besserer. Ihn beschäftigt das Thema seit den 1970er Jahren. In der Limberg-Chronik (siehe Info) wird ein Großteil der Schwedenschanze gewidmet. Was man jetzt schon weiß: Mit den Schweden haben die Erdwälle wenig zu tun. Zahlreiche vor- und frühgeschichtliche Wallburgen und Abschnittsbefestigungen tragen den irreführenden Beinamen Schwedenschanze. "Buscher Schanze" sei der eigentlich richtige Name, so Dieter Besserer. Er geht auf den Burgherrn Albert von dem Bussche vom Limberg zurück.

 

INFO

Ein Berg - ein Buch

Das Buch "Die Burg Limberg, Mittelpunkt einer Region, Beiträge zur Geschichte und Gegenwart" wurde zum 25-jährigen Bestehen des Limbergvereins herausgegeben. Auf 456 Seiten berichten mehrere Autoren. Das Buch gibt es im Forsthaus Limberg, im Touristikbüro Bad Holzhausen und im Bürgerbüro.

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Willkommen: Großes Engagement für Flüchtlinge im Eggetal. Ein Café, Sport, eine Kleiderkammer und Paten erleichtern das Ankommen.

Über viele Themen wurde auf dem Vereinsstammtisch der Dorfgemeinschaft "Wir im Eggetal" gesprochen. Eins davon stand ganz besonders im Vordergrund: Die Integration der Flüchtlinge, die zurzeit in der ehemaligen Grundschule Börninghausen untergebracht sind und die noch kommen werden.

Karin von Behren-Rolfs und Peter Bartetzko vom Arbeitskreis Asyl PrO berichteten von ihren Tätigkeiten als Hauspaten. "Seit der erste Flüchtling da ist, ist die Integration hervorragend angelaufen", sagt von Behren-Rolfs. Viele würden sich engagieren und den Flüchtlingen das Gefühl geben: "Ihr seid willkommen".

Die ersten seien in der zweiten Novemberhälfte gekommen und zunächst in einer Wohnung untergebracht worden, weil die notwendigen Arbeiten in der Grundschule noch nicht abgeschlossen waren. "Zurzeit sind 16 Flüchtlinge, 15 Männer und eine Frau, bei uns", so von Behren-Rolfs. Sie kommen aus Pakistan, Bangladesh, der Mongolei, dem Irak und Iran sowie aus Ghana. Zwei von ihnen hätten wohl einen Anspruch zu bleiben, die anderen warteten auf einen Termin für das Interview. Danach werde entschieden, ob sie einen Asylantrag stellen könnten.

Keine Neuzuweisungen, weil kreisfreie Städte erst ihr Soll erfüllen müssen

40 bis 50 Plätze gibt es in der Unterkunft. Aktuell kämen keine Neuzuweisungen, "weil die kreisfreien Städte erst mal ihr Soll erfüllen müssen", so die Haus-Patin. Die Schule werde sich aber füllen, vermutet von Behren-Rolfs.

Zum Nachbarschaftstreffen seien viele Eggetaler gekommen. "Große Unterstützung gab es von Anfang an durch die Kirche", berichtet sie. Das Gemeindehaus wurde umgehend für Treffen zur Verfügung gestellt und die Kirche betreibt seit Januar das Begegnungscafé "Café International". Es findet montags von 17 bis 19 Uhr im Gemeindehaus statt. "Jeder ist dazu eingeladen", betont von Behren-Rolfs. Ebenfalls montags, von 16.30 bis 17.30 Uhr, gibt es jetzt eine Kleiderkammer in der ehemaligen Grundschule. "Auf einem Nachbarschaftstreffen haben wir uns mit sieben Frauen zusammengetan und wechseln uns von Woche zu Woche ab", sagt Sandra Wessel. Spenden seien jederzeit willkommen. "Besonders gefragt ist Männerkleidung in kleinen Größen", so Sandra Wessel.

»Die Einsätze und Aktionen aus dem Dorf sind einfach toll«

Auch Jörg Gesch vom SVE Börninghausen sei mit großem Engagement dabei. "Jeden Sonnabend macht er in der Turnhalle vier, fünf Stunden Sport mit ihnen", lobt von Behren-Rolfs. Die dafür benötigten Hallenschuhe wurden kurzerhand bei Borchard besorgt. "Die Einsätze und Aktionen aus dem Dorf sind einfach toll", so von Behren-Rolfs.

Von dem vor Kurzem zum ersten Mal stattgefundenen interkulturellen Männergesprächskreis berichtete  Peter Bartetzko. Etwa 20 Männer aus Syrien, Pakistan, dem Irak und Iran sowie aus Bangladesch und eine Frau aus der Mongolei waren gekommen, um mit den Ehrenamtlichen Steffen Bäcker, Peter Bartetzko, Jörg Gesch, Jürgen Rolfs und Mohammed Ghunaim zu sprechen. "Köln war ein Thema und ihnen ist klar, wie wichtig das eigene Verhalten ist", so Bartetzko. Mit Hilfe von Bildern und Symbolen wurde über die Gleichberechtigung von Männern und Frauen, Religionsfreiheit und Erwartungshaltungen gesprochen. Es wurde sehr schnell deutlich, dass es den Männern in erster Linie darum gehe, hier in Sicherheit und Frieden leben zu können.

"Alles, was jeder von sich aus versucht, ist gut", sagt von Behren-Rolfs. Integration kann nur gelingen, wenn man miteinander redet. "Dafür suchen wir weitere Paten."

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