Dorfgemeinschaft stellt Vereinsvertretern das Projekt "Bärenquelle" vor.

Wandern und Ausflüge in die nähere Umgebung sind wieder im Trend – nicht zuletzt wegen der Beschränkungen durch die Corona-Krise. Dadurch habe man wieder einmal sehen können, „wie schön es hier ist“, stellte Jürgen Nenneker, der Geschäftsführer der Dorfgemeinschaft „Wir im Eggetal“, zu Beginn des nachgeholten Vereinstreffens im Hotel Lindenhof fest.

Das neue Großprojekt der Dorfgemeinschaft setzt genau da an. Ein attraktiver Platz, um Rast zu machen und die Natur zu genießen, soll in der Nähe der Bärenquelle in Eininghausen entstehen, direkt am Eggetaler Rundwanderweg.

Die Vorgeschichte reicht bereits mehrere Jahre zurück: Die Reaktivierung, Neugestaltung und Anbindung der Bärenquelle wird bereits im Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) 2013 angeregt. Jetzt hat das Planungsbüro „ARGE Dorfentwicklung“ einen konkreten Entwurf erstellt, auch ein Antrag auf Förderung durch Mittel aus dem Regionalbudget ist bereits eingereicht. Den Vereinsvertretern stellten Uwe Böttcher, 1. Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, und Jürgen Nenneker noch einmal kurz vor, was geplant ist.

Weil die eigentliche Bärenquelle schwer zugänglich sei, soll der Standort des Rastplatzes etwas weiter nordwestlich, abgehend von der Kalkofenstraße im Bereich der Gemarkung 192 gewählt werden. Dort gebe es nicht nur einen schönen Ausblick aufs Tal. Sondern es sei auch bereits ein Brunnenring aus früherer Nutzung vorhanden. Hier sollen, so sieht es die Planung vor, zwei Quellbecken und ein ansprechend gestalteter Ort zum Verweilen entstehen. „Jetzt hoffen wir auf einen positiven Förderbescheid – ohne geht es sicher nicht“, sagte Jürgen Nenneker. Auch die Frage der Pflege und Instandhaltung des Quellgartens sei bereits geklärt: „Das ist städtischer Grund und Boden und die Stadt übernimmt die Pflege.“

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Uwe Böttcher und Jürgen Nenneker stellen das Projekt "Bärenquelle" vor.         Foto: Cornelia Müller

Bei einem weiteren Projekt arbeitet die Eggetaler Dorfgemeinschaft mit der Vereinsgemeinschaft und dem Touristikverein Bad Holzhausen zusammen, der die Idee hatte, Mitfahrbänke für die Kurgäste im Heilbad aufzustellen. Zwei zusätzliche Bänke sollen nun auch im Eggetal stehen, eine in Börninghausen Masch, die andere am Bierstübchen, in unmittelbarer Nähe zum Haus der Begegnung. „Wir erhoffen uns dadurch auch mehr Frequenz auf dem Minigolfplatz“, erläuterte Uwe Böttcher.

Eine andere Idee steht noch ganz am Anfang: Der Vorstand von "Wir im Eggetal" schlägt vor, in der Vorweihnachtszeit vier Wochen lang einen Glühweinstand an geeigneter Stelle im Dorf aufzustellen, der von den Vereinen betrieben werden soll. Nicht, um eine „Parallelveranstaltung“ zur Eggetaler Weihnacht zu schaffen, die für dieses Jahr bereits abgesagt wurde. Sondern "um die Adventszeit ein bisschen angenehmer und gemütlicher zu machen. Wenn sich viele Vereine beteiligen, müsste das durchführbar sein,“ so Jürgen Nenneker. Die Details, ob und wie sich das coronakonform regeln ließe, müssten noch geklärt werden. Aber: „Denkt einfach schon einmal darüber nach“, bat Nenneker die Vereinsvertreter.

Optimistisch ist die Dorfgemeinschaft, was die Durchführung eines neuen „Bergfests“ angeht. Erste Gespräche habe es bereits gegeben, ein vorläufiger Termin - das Wochenende 17. bis 19 Juni 2022 - ist auch schon gefunden. Die Dauer ist dagegen noch offen: Zurzeit geht man davon aus, dass das Event wohl an zwei Tagen stattfinden wird. Am Samstagabend hieße es dann „Das Tal rockt“, am Sonntag sind ein Gottesdienst und ein „Chor-Event“ vorgesehen. Ob das Ganze wieder oben auf dem Limberg oder – wie 2019 - unten am Bansen stattfinden soll, sei noch offen und hänge von unterschiedlichen Faktoren ab, so Uwe Böttcher. Aber dass es überhaupt wieder ein Bergfest gibt, scheint ausgemacht. Uwe Böttcher: „Wir machen weiter. Wir wollen das Ding noch einmal durchziehen.“