• Holzfiguren

Dorfgemeinschaft Wir im Eggetal e.V.

Wir sind der Anlaufpunkt für Bürger, die im Eggetal etwas verändern wollen.

Die Fachjury im Wettbewerb "Kerniges Dorf" 2017 zeigte sich sichtlich angetan von den umgesetzten Maßnahmen in Börninghausen, als sie am 20. September zu Besuch im Eggetal war. Sie lobte vor allem das große bürgerliche Engagement für das Dorfleben besonders im Hinblick auf die Schulschließung, die Entwicklung rund um das Haus der Begegnung und die vereinsübergreifende Zusammenarbeit in dem Dorfverein WIR IM EGGETAL. Am Ende jedoch fiel die Entscheidung für einen anderen Finalisten als Sieger.
Der Auswahl ging eine intensive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Bereisung voraus, mit dem Ziel, besonders beispielhafte Umsetzungen für zukunftsfähige Ansätze der Gestaltung und Entwicklung in den Ortskernen hervor zu heben. In der Kategorie Kernig im Wandel: große Dörfer gewann Störmede in NRW als herausragendes Beispiel für vorbildliche Ortskernentwicklung mit Leitbild. "Wir freuen uns für die Gewinner. Dorfentwicklung ist immer mit viel ehrenamtlicher Arbeit und Engagement der Bürger verbunden. Wir haben gesehen was woanders möglich ist. Das ist auch für uns ein Ansporn die Entwicklung des Eggetals weiter voran zu treiben", sagt Jürgen Nenneker, Geschäftsführer der Dorfgemeinschaft WIR IM EGGETAL e.V. Die umgesetzten Maßnahmen in zentralen Handlungsfeldern reichen von einer Mitfahrerbank über ein Carsharing-Modell bis hin zu Angeboten für lebenslanges Wohnen im Dorf. "Es gibt viele tolle Konzepte, von denen manche sicherlich auch für eine Umsetzung bei uns geeignet wären", findet auch Matthias Wessel.
Die Preisverleihung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft findet am 24. Januar 2018 im Rahmen des 11. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung auf der internationalen Grünen Woche in Berlin statt.

Weitere Infos zum Wettbewerb Kernige Dorf gibt es hier.

 

logo kerniges dorf

 schlagloch parkplatz hdb 2017

"Gut Ding will Weile haben" lautet ein bekanntes Sprichwort. Was das Parkplatzprojekt am Haus der Begegnung in Börninghausen angeht trifft das jedoch nicht zu. "Die Verzögerungen bei der Ausschreibung für die Maßnahme und folglich bei der Umsetzung sind für die Eggetaler nicht mehr nachvollziehbar" sagt Horst Kirchhoff, 1. Vorsitzender der Dorfgemeinschaft WIR IM EGGETAL. Seit Juni des letzten Jahres stehen die Fördergelder bereit und im September 2016 hat der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Stadt grünes Licht für die Umsetzung gegeben.
Seitdem warten die Eggetaler darauf, dass der Parkplatz und der Weg zum Haus der Begegnung endlich barrierefrei umgestaltet wird. Doch passiert ist bislang scheinbar nichts. Was ist da los?

siehe auch Westfalenblatt vom 25.11.2017  und Neue Westfälische vom 27.11.2017.

 

Bauplan3 Parkplatz HdB 2015 

Bewilligungsbescheid für barrierefreie Umgestaltung Haus der Begegnung.

Der Weg ist frei für eine barrierefreie Umgestaltung der Anlagen am Haus der Begegnung in Eininghausen. Am Dienstag hat Günter Heidemann Bürgermeister Steiner offiziell den Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung überreicht. Damit stellen der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die EU insgesamt rund 50.000 Euro zur Verfügung, um damit die Umsetzung der Maßnahme, die 2013 im Rahmen des DIEK (Dorfinnenentwicklungskonzept) entwickelt wurde, zu fördern. „Wir freuen uns, dass damit das große Engagement der Dorfgemeinschaft im Eggetal auch finanzielle Anerkennung findet. Das ist gut angelegtes Geld. Denn um das Haus der Begegnung vollumfänglich nutzen zu können, ist ein barrierefreier Zugang eine entscheidende Voraussetzung,“ sagte Bürgermeister Marko Steiner.
Nach der Förderzusage der Bezirksregierung muss nun noch der Bauausschuss zustimmen und damit das bereits in den Haushalt eingestellte Geld für den Eigenanteil der Stadt Preußisch Oldendorf freigeben. Nach der öffentlichen Ausschreibung der Arbeiten könnten dann im Frühjahr 2017 die ersten Bagger am Haus der Begegnung rollen. Die Zusage der Bezirksregierung gilt bis zum 20. Dezember 2017. Bis dahin muss die Umgestaltung abgeschlossen sein.
„Um Fördermittel des Landes oder der EU zu erhalten, werden Entwicklungskonzepte wie DIEK oder IKEK immer wichtiger. Trotzdem gibt es immer noch viele Gemeinden, die nicht in die Puschen kommen. Dann muss man sich nicht wundern, wenn auch der letzte Krämerladen verschwindet“, sagte Günter Heidemann. Allerdings gehe es nicht ohne ein starkes bürgerschaftliches Engagement. „Hier in Börninghausen/Eininghausen haben wir eine gute, intakte Dorfgemeinschaft – von meiner Seite noch einmal ein ganz großes Dankeschön für Ihren Einsatz“. In diesem Zusammenhang warb Heidemann ausdrücklich für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Eine Teilnahme am Dorfwettbewerb könne wertvolle Impulse geben. Dieser Vorschlag fiel bei Horst Kirchhoff, dem Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft „Wir im Eggetal“, auf fruchtbaren Boden: „Wir haben unsere Teilnahme am nächsten Wettbewerb bereits ins Auge gefasst und bekommen das bestimmt auch wieder hin.“

cm bewilligung 20160621

Dank EU-Förderung soll das Haus der Begegnung auch mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen bald gut zu erreichen sein. Von links: Bürgermeister Marko Steiner, Pierre Arndt, Günter Heidemann (Bezirksregierung), Horst Kirchhoff, Monique Kreimer mit Tochter Pia, Sven Becker, Sandra Wessel, Jürgen Nenneker, Simone Lohrie, Madeleine Herand (Bezirksregierung) und Michael Reimann (Fachbereich Bauen, Stadt Preußisch Oldendorf).

 

Stammtisch WIR EGGETAL - Haus der Begegnung wird wegen der Schulschließung immer mehr zum Dorfmittelpunkt.

Arbeiten für neue Zuwegung sollen in Kürze beginnen.

Die Aktivitäten im und am Haus der Begegnung standen im Mittelpunkt des Stammtischs der Vereinsgemeinschaft „Wir im Eggetal“. Die hatte dazu die Ratsvertreter aus Börninghausen zum Austausch eingeladen.

RUNDWANDERWEG
Matthias Wessel berichtete von einer regen Nutzung des neuen Wanderweges. Sogar aus Paderborn würden Wanderer anreisen, um den Panoramaweg zu erkunden. Die Flyer, die auf den Weg hinweisen, seien schnell vergriffen gewesen. Neue sind aber schon in Planung. „Das einzige, was fehlt, sind Einkehrmöglichkeiten, sagen viele“, so Wessel.

GEBÄUDE
Unklarheiten gibt es noch im Bezug auf das Haus der Begegnung und die Turnhalle. „Das Haus der Begegnung wird immer mehr zum Zentrum des Dorflebens“, betonte Geschäftsführer Jürgen Nenneker. Man könne hier noch viel mehr machen, als es jetzt der Fall ist. Der Heimatverein hat der Stadt schon vor geraumer Zeit einen Vorschlag unterbreitet, das Haus der Begegnung selbst zu unterhalten. Hier stehe eine Entscheidung noch immer aus, bedauerten die Eggetaler. Die neue Zuwegung zum Haus der Begegnung und die Umgestaltung der Parkplätze gehörten zudem zu den Projekten des Dorfinnenentwicklungskonzeptes (DIEK),die die meisten Stimmen der Bürger auf sich vereint hatten. Das Material für die neue Zuwegung zum Haus der Begegnung ist bereits angeliefert worden, berichtete Horst Kirchhoff, 1. Vorsitzender von „Wir im Eggetal“. Pierre Arndt hatte zugesagt, eine Bagger für die Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Nach Ostern soll die Aktion angegangen werden. Überlegungen gab es an dem Abend, die in Börninghausen lebenden Geflüchteten zum Arbeitseinsatz am Haus der Begegnung einzuladen, um eine Gemeinschaftsaktion daraus zu machen. Genaue Planungen sollen folgen. Der Förderzusage für die Parkplatzumgestaltung wird von der Dorfgemeinschaft sehnlichst erwartet. Insgesamt ist die Maßnahme mit 100.000 Euro veranschlagt (50-prozentige Förderung). Die Politik muss sie im Falle der Förderung noch separat beschließen.

kaffeedeele eggetal 2016

Die Geschmäcker voll getroffen: Drei Mal fand die kleine Kaffeedeele der Landfrauen sonntags im Haus der Begegnung statt – und war sehr gut besucht. Jetzt wird pausiert, am 16. Oktober soll die Veranstaltung fortgeführt werden.               FOTO: Ingrun Waschneck

FLÜCHTLINGE
Karin von Behren-Rolfs berichtete aus dem Arbeitskreis Asyl PrO, der sich immer über weitere Helfer freue. 17 Geflüchtete seien derzeit in der Unterkunft in der ehemaligen Grundschule untergebracht. „Geht auf die Menschen zu, es ist ein Gewinn für beide Seiten“, appellierte die Ehrenamtliche.

UDO
Die Nachbarschaftshilfe über „Unser DorfOffice“ (UDO) sei angelaufen. Das UDO-Büro ist im Haus der Begegnung an jedem dritten Dienstag im Monat von 16 bis 18 Uhr geöffnet.

TERMINE:
Folgende Termine für das Eggetal wurden am Rande bekannt gegeben: ´ 9. April: Aktion Saubere Landschaft; ´ 22. Mai: Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr, hier soll auch der neue Defibrillator vorgestellt werden; ´ 16. Oktober: das Wintercafé, die „Kleine Kaffeedeele“, der Landfrauen im Haus der Begegnung soll wegen des großen Erfolges fortgesetzt werden.

 

ZWISCHENRUF Teilnahme am Stammtisch

(Von Sandra Spieker)
Bedauerlich
Eine gute Idee: Es sollte ein zwangloser Austausch von Vereinsgemeinschaft und Kommunalpolitikern sein. Insgesamt 16 sachkundige Bürgerinnen und Bürger sowie Ratsmitglieder aus dem Eggetal hatten die Vorstandsmitglieder von „Wir im Eggetal“ zum Stammtisch schriftlich eingeladen. Dass nur drei Ratsmitglieder an dem Abend erschienen sind, ist sehr bedauerlich. Die engagierten Bürger haben mehr Gehör verdient.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

WIR IM EGGETAL informiert sich beim Dorfkongress - Experten sehen gute Chancen für ländlichen Raum.

"Wo sich Menschen engagieren, da haben Dörfer eine Zukunft. Das wurde heute mal wieder deutlich", resumiert Horst Kirchhoff, 1. Vorsitzender von WIR IM EGGETAL nach der gelungenen Veranstaltung der Bürgerstiftung Pr. Ströhen. Am vergangenen Samstag waren neben rund 300 Besuchern auch Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirche und auch Schule in der voll besetzten Aula des rahdener Gymnasiums zu Gast. "Für uns als aktive Dorfgemeinschaft war dieser Kongress eine gute Gelegenheit sich über aktuelle Entwicklungen und Trends zum Thema zu informieren", ergänzt Sven Becker, 2. Vorsitzender des Vereins.

 

wessel kirchhoff becker dorfkongress 2016

Matthias Wessel, Horst Kirchhoff und Sven Becker von der Dorfgemeinschaft WIR IM EGGETAL informierten sich am vergangenen Samstag in Rahden auf dem ersten Drofkongress "Ländlicher Raum 4.0" der Bürgerstiftung Pr. Ströhen.

 

Deutschlands renommiertester Zukunftsforscher Matthias Horx vermittelte mit seinem Vortrag „Comeback der Dörfer“ dem Auditorium eindrucksvoll welche Chance sich für die Entwicklung im ländlichen Raum bieten. "Unsere Bedürfnisse haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert und somit auch unsere Lebensformen", erklärte Horx. Engagierte Bürgerschaften mit kreativen Ideen können ein Dorf lebendig halten. Es stelle sich nicht die Frage was man tun könne damit die Menschen nicht in die Städte abwandern. Dies sei der falsche Ansatz. Vielmehr müsse man sich überlegen welche Stärken ein Dorf hat, die sich als attraktiv herausstellen lassen und mit denen man werben kann. „Das Engagement muss von innen kommen und kann nicht von oben verordnet werden“, mahnte der Forscher zu Eigeninitiative. "Kreative Dörfer haben den Mut zu Leutturm-Projekten", betonte Horx. Die französische Region Limousin etwa habe viele Einwohner verloren. Nun werde dort aber Lebensqualität propagiert und Slow Citys sowie Genuss - die Einwohnerzahl steige wieder. Nach Einschätzung von Horx bedürfe es aber auch einer regionalen Mutpolitik. Nur so hätten die Dörfer eine gute Chance zu überleben.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion bemängelte der Geograph Prof. Dr. Gerhard Henkel die Entscheidungen der Politik. Er griff den Entwurf des Landesentwicklungsplanes NRW (LEP) scharf an. Nach seiner Auffassung schade die zentralistische Raumordnung dem ländlichen Raum. „Haben die in Düsseldorf gar nicht gemerkt, wo die Wirtschaft richtig funktioniert?" So würde das ehrenamtliche Engagement in den Dörfern beseitigt und Apathie und Resignation machen sich breit, mahnt der Experte. Henkel ist überzeugt, die Bürger und die Kommunalpolitik müssen das Dorf ganzheitlich wahrnehmen und fördern.

In der Diskussion um Themenortschaften erkannte rahdens Bürgermeister Dr. Bert Honsel ganz klar die Symbiose zwischen den Ortschaften und der Kernstadt. "Wir hier vor Ort müssen uns um unsere Ortschaften selbst kümmern", bekräftigt der Bürgermeister.

Der espelkamper Unternehmer Paul Gauselmann machte deutlich, dass ein gutes Freizeitangebot wichtig ist. Grundlage für eine Zukunft des ländlichen Raumes sei aber auch eine florierende Industrie mit Arbeitsplätzen. „Unsere Dörfer haben Zukunft, wenn man die Unternehmen vor Ort hält", sagt Gauselmann überzeugt.

Der Haselünner Bürgermeister Werner Schräer plädiert für kleine Schulen, um Dörfer lebendig zu halten. Das Wohl der Kinder müsse man beachten und nicht immer nur gucken, ob das bezahlbar sei, so Schräer.

 

landlust dorfkongress 2016

In dein 17 offenen Foren hatten die Besucher die Möglichkeit eigenen Erfahrungen mit einzubringen. Arbeit, Leben und Freizeit sollten bei klugen Dorfkonzepten in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. 

 

Der Kreis unterstütze die Dörfer wo er könne, sagte Landrat Dr. Ralf Niermann. Momentan ist etwa eine Masterstudie über mögliche Fördermittel zum Breitband-Ausbau in Arbeit. Er teile die Ansichten Henkels, wobei es den Kreis aber gut aufgestellt sieht. Flüchtlinge seien eine Chance, sagte Niermann. „In 10 bis 15 Jahren können sie in vielen Betrieben eine wichtige Stütze sein."

Der Bielefelder EU-Parlamentarier und CDU-Politiker Elmar Brok ist überzeugt, dass besonders in dörflichen Strukturen menschliche Beziehungen entstünden, die ein Leben lang halten. Seine besten Freunde seien die, die er schon als Jugendlicher in seinem Heimatdorf gehabt habe. "Was zählt ist die Schönheit der Dörfer und das Zusammenleben in Verbindung mit Infrastruktur und Firmen, die sich entwickeln können", erklärt Brok.

"Wir haben heute viele gute Anregungen und Eindrücke bekommen, die wir jetzt für unser Dorf auswerten werden", erklärt Matthias Wessel von WIR IM EGGETAL. "Unser Eggetal bietet gute Perspektiven im Hinblick auf die von Matthias Horx erwähnten Themenortschaften" findet der Pressewart. So könne etwa der kulinarische Aspekt in Verbindung mit dem Eggtaler Panorama Rundwanderweg die Attraktivität des Tals erhöhen. Das fehlende Interesse Eggetaler Ratsmitglieder und Vertretern der Stadt an dem Dorfkongress sah Wessel hingegen kritisch. "Dorfentwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess, der nicht nur durch engagierte Bürger einer Dorfgemeinschaft gestaltet und umgesetzt werden kann."

Umgestaltung am Haus der Begegnung in Börninghausen kostet 100.000 Euro / Umsetzung offen gehalten.

Die Pläne sind lange fertig, jetzt ging es im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss Pr. Oldendorf um die Förderung für die Umgestaltungsmaßnahmen am Haus der Begegnung in Börninghausen. Innerhalb des Dorfinnenentwicklungskonzeptes (DIEK) soll, wie mehrfach berichtet, der Zufahrtsbereich zum Haus der Begegnung aufgewertet und barrierefrei gemacht werden. Es ist eine von mehreren Maßnahmen, die innerhalb des Konzeptes von den Bürgern priorisiert wurde.

Haus der Begegnung Börninghausen 2015100.000 Euro brutto sind veranschlagt für die Maßnahme, die mit mindestens 50 Prozent gefördert werde, erklärte Michael Reimann von der Stadtverwaltung. Es könne auch mehr sein.
Immer noch viel Geld für eine klamme Stadt, deswegen kamen mehrere Nachfragen. Wer den Eigenanteil zahle und ob sich die Dorfgemeinschaft beteilige, wollte Jan Hendrik Maschke (SPD) wissen. Im Haushaltsentwurf 2015 seien 50.000 Euro dafür eingeplant, sagte Bürgermeister Marko Steiner.


Treffpunkt mitten im Ort: Das Umfeld des Hauses der Begegnung in Börninghausen im Kurpark soll aufgewertet werden. | © Foto: Ingrun Waschneck


Der Vorplatz am Haus der Begegnung soll barrierefrei angelegt und der Kurpark insgesamt vielseitiger nutzbar gemacht werden. Auf der Grundlage der Arbeit der Dorfgemeinschaft und des Vereins "Wir im Eggetal" wurden in den vergangenen Monaten mit Landschaftsarchitekt Oliver Michel Pläne erstellt und konkretisiert.

Demnach soll das Gefälle von der Zufahrt Mühlenbachstraße auf eine Steigung von 5 Prozent verringert werden. Weiterhin sieht der Plan vor, die Stellplatzfläche zu ordnen und 23 Parkplätze anzulegen. Die ersten zwei Parkplätze am Haus der Begegnung sollen behindertengerecht ausgeschildert werden.

Geplant war ferner, die Minigolfanlage in Richtung Parkplatz zu versetzen. Eine Boulebahn soll den Kurpark aufwerten, sie wird vom Heimatverein unterhalten. Die Pflasterung am Haus der Begegnung soll erweitert werden - hin zur vorhandenen überdachten Sitzgruppe. Gleichzeitig sehen die Pläne vor, den Bach zu renaturieren und die Böschung flacher zu machen.

Angesichts der Haushaltssituation einigten sich die Ausschussmitglieder schließlich darauf, dass die Förderung aus Mitteln der Bezirksregierung beantragt wird, aber über die eigentliche Durchführung noch einmal separat abgestimmt werden muss. Eine Umsetzung der Maßnahme wird damit zunächst offen gehalten.

Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt zeichnet verheerendes Bild / Schulschließungen empfohlen.

Betroffene Gesichter, düstere Mienen und auch Wut: Die Ratsmitglieder in Pr. Oldendorf bekamen in der Sitzung am Mittwochabend ein gänzlich ungeschöntes Bild ihrer Stadt präsentiert. Das Zeugnis, das die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) Pr. Oldendorf ausstellte, ist verheerend. Die Quintessenz: Die Stadt, die in der Haushaltssicherung ist, lebt, obwohl sie schon spart, weit über ihre Verhältnisse.

"Alles andere als rosig", nannte GPA-Vizepräsident Christoph Gusovius die Ergebnisse eingangs vorsichtig. Die Mandatsträger müssten in Zukunft jeden Cent umdrehen, sonst drohe der Nothaushalt. "Dann wird Ihnen die Entscheidung abgenommen", zeichnete er ein düsteres Bild. "Wenn Sie sich dieses Schicksal ersparen wollen, dann müssen Sie miteinander entscheiden", so Gusovius.

nw31102014

 

FINANZEN

Die Ausgangslage der Stadt sei schon nicht gut: Seit 2007 sind die Jahresergebnisse negativ, die Ausgleichsrücklage ist seit 2009 vollständig aufgezehrt. In einem Zeitraum von zehn Jahren verzehrt die Stadt weit mehr als die Hälfte ihres gesamten Eigenkapitals. Die Investitionsquote beträgt jährlich etwa 11 Prozent. Prüfer Johannes Thielmann sprach von einem "erheblichen Werteverzehr". Die Selbstfinanzierungskraft der Stadt reiche seit Jahren nicht zur Deckung des laufenden Betriebsaufwandes. So müsste etwa über Gebührenerhöhungen nachgedacht werden.

GEBÄUDE/Flächen

Große Baustellen sieht die GPA vor allem in der Gebäudewirtschaft. In Sachen Bürgerhäuser sollte überlegt werden, ob sie nicht der Dorfgemeinschaft überlassen werden können. Bei den Grundschulen herrsche ein sehr hoher Flächenverbrauch. Gemessen an den sinkenden Schülerzahlen gibt es einen Flächenüberhang von 800 Quadratmetern, der sich bis 2018 auf über 3.000 erhöhe. Bei einer angeratenen Schließung der Standorte Börninghausen und Bad Holzhausen könnten in Pr. Oldendorf voraussichtlich 16 Klassen gebildet werden. Die Schließung der beiden Schulen ergebe ein Flächenpotenzial von 3.400 Quadratmetern. Auch bei den Turnhallen könnten bis zu vier Einheiten aufgegeben und sich auf den Standort Pr. Oldendorf konzentriert werden. Der Turnhallen-Neubau in Bad Holzhausen sei zurückzustellen. Mögliche Fahrtkosten stünden in keinem Verhältnis zu den Einsparungen durch die abgestoßenen Gebäude, so die Prüfer. Sanierungen sollten sich auf sicherheitsrelevante Maßnahmen beschränken. Mit diesen Einsparungen zerschlage man die Infrastruktur in der Stadt, wandte Herbert Weingärtner (CDU) ein. Gusovius entgegnete, dass es sonst vielleicht nur eine Frage der Zeit sei und der Stadt von außen diktiert werde, welche Gebäude aufgegeben werden müssten - selbst wenn man sie verschenke. Hauptsache, die Stadt sei die Unterhaltungskosten los. "Sie alle sind dafür verantwortlich, dass Ihre Stadt wieder auf die Beine kommt", waren die mahnenden Worte des Prüfers. Auch der Bau einer Mensa sollte nicht erfolgen, schrieben die Prüfer im Bericht. Zu spät: Das Gebäude wird in der kommenden Woche eingeweiht.

KRITIK/diskussion

An eben jenem Punkt entzündete sich die Kritik der SPD, wie mit dem Prüfbericht umgegangen wurde. Silke Birkemeyer bezeichnete es als "fahrlässig", dass die Mandatsträger die Informationen nicht viel eher bekommen hätten. Man hätte sich in Sachen Mensa ganz anders entscheiden können. Ein Abschlussgespräch mit der Verwaltung hat es im Oktober 2013 gegeben, ein Vorentwurf der Ergebnisse lag im Juni 2014 vor. Nun bliebe nichts als die erschreckenden Ergebnisse hinzunehmen, so Carsten Scholz.

Dorfgemeinschaft hatte Tempo 70 für Eggetaler Straße beantragt, Kreis lehnte ab.

Die Raserei auf der Eggetaler Straße muss ein Ende haben, sagen Vertreter der Dorfgemeinschaft "Wir im Eggetal". Sie sorgen sich um die Verkehrssicherheit zwischen den Ortsteilen Börninghausen-Masch und -Mitte. Da sie vom Kreis Minden-Lübbecke keine Unterstützung bekamen, wollen sie jetzt selbst die Initiative ergreifen.

Im Mai hatte die Dorfgemeinschaft beim Kreis die Verlegung der Ortstafel vor die Einmündung der Eimsiekstraße und die Ausschilderung der Eggetaler Straße mit 70 Stundenkilometern zwischen Masch und Börninghausen (Streckenlänge etwa 1.000 Meter) beantragt.

Daraufhin wurde die Stadt Pr. Oldendorf mit einer Verkehrsdatenmessung innerhalb der Ortschaft beauftragt und die Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke erstellte eine Dreijahres-Unfallauswertung auf der Strecke zwischen Masch und Börninghausen.

tempolimit eggetalerstrasseWird nicht versetzt: Das Ortsschild bleibt an der Stelle. Auf dem Abschnitt bis zur Masch darf weiter 100 gefahren werden. Foto: spieker Re: Von der Dorfgemeinschaft: Jürgen Nenneker (Geschäftsführer). 

Das Ergebnis dieser Erhebungen und ein Ortstermin mit den beteiligten Behörden ergab schließlich, dass weder die Versetzung der Ortstafel, noch die gewünschte Reduzierung der Geschwindigkeit nach der geltenden Rechtslage erfolgen kann, so teilte es der Kreis der Dorfgemeinschaft "Wir im Eggetal" mit. Eine Notwendigkeit dafür sei nicht erkennbar, hieß es.

Messungen an der Stelle im Zeitraum vom 10. bis 11. Juli und vom 14. bis 15. Juli diesen Jahres hätten ergeben, dass 99,9 Prozent aller Verkehrsteilnehmer die zulässige Höchstgeschwindigkeit einhalten.

"Dies ist sicherlich stark anzuzweifeln, wenn man sich die Raserei zwischen Börninghauser Masch und Husemeyers Hof im Alltag anschaut", sagt Jürgen Nenneker, Geschäftsführer der Dorfgemeinschaft "Wir im Eggetal". Im Gehölz nahe des Ortseinganges Börninghausen spielten direkt neben der Straße oft Kinder, sagt Nenneker.

Der Kreis habe zwar die Zusage gegeben, bei der zukünftigen Einsatzplanung für den kreiseigenen Radarwagen Börninghausen regelmäßiger als sonst zu berücksichtigen, sagt Nenneker. Ob das aber wirklich Abhilfe schaffe, bleibe abzuwarten.

"Wir nehmen das jetzt so hin", sagt Nenneker. Die Aktiven der Dorfgemeinschaft wollen daher jetzt an die Verkehrsteilnehmer appellieren, freiwillig langsamer als die erlaubten 100 Stundenkilometer zu fahren. Dazu ist geplant, lebensecht aussehende Kinderfiguren - wahrscheinlich aus Holz - an der Straße nahe der Ortsausgangsschilder aufzustellen, um Verkehrsteilnehmer für das Thema zu sensibilisieren.

  • Holzbank
JSN Epic template designed by JoomlaShine.com